Fast Lane Tyler rettet den Sommer

Im Posteingang von Fast Lane wurde in dieser Woche ganz offiziell die "Was zum Teufel soll ich diesen Sommer machen"-Diskussion eingeläutet. Mütter und Väter, Freunde und Freundinnen begriffen plötzlich, dass es für den Hausfrieden höchste Zeit war, ihren Steppkes und Partnern Vorschläge für einen sonnigen, komfortablen Urlaub zu präsentieren.

Ich bin mir nicht sicher, warum Leute von Hongkong bis San Francisco erst jetzt damit anfangen. Bei vielen Lesern, die auf der Suche nach Hotelempfehlungen oder besonderen Zielen waren, die in dieser Kolumne im Laufe der Jahre vorgestellt worden waren (der Name des Mussoliniesken Resorts südlich von Rom lautet übrigens Sabaudia), konnte man aber deutlich eine gewisse Panik heraushören.

Da FLGCS (der Fast Lane Global Concierge Service) als automatisches "Frage und zahle"-Angebot auf der Internetseite noch nicht voll funktionsfähig ist, habe ich mich entschieden, ein paar Ratschläge für den Sommer zu offerieren, um den schlecht Organisierten bei der Überlegung zu helfen, wohin sie fahren sollen, wie sie dort hinkommen und was sie anziehen sollen, wenn sie sich eingelebt haben.

1. Fliegen Sie mit der gemütlichsten Fluggesellschaft der Welt.

Kommerzielle Luftfahrt und Gemütlichkeit schließen einander oft aus, wenn Sie nicht gerade in irgendeiner amerikanischen Pendler-Airline stecken, eingequetscht zwischen dem Fenster und einem eingetragenen Mitglied des Krispy Kreme Klubs. Mal abgesehen von der unbequemen Sitzsituation hat Air New Zealand es aber geschafft, eine globale Luftfahrt-Marke zu entwickeln, die das richtige Maß von Down-Under-Gastfreundschaft mit sonnigem Professionalismus verbindet. Als ich kürzlich von LA abflog und auf Platz 1K saß (es gibt nur Business Seats, keine Erste Klasse), war der Service freundlich, das Flugzeug sauber und der gesamte Ablauf reibungslos. Sie fliegen allerdings nicht genügend Ziele an. Eine Auckland-Vancouver-New York-München-Singapur-Auckland-Route wäre eine nette Ergänzung ihres aktuellen weltweiten Angebots.

Wählen sie den unkompliziertesten Weg - fliegen Sie privat.

Wenn Sie sich nicht Freunden angeschlossen haben, können Privatflüge oft Bauchschmerzen verursachen, wenn man den falschen Charter-Betreiber aussucht oder sich dafür entschieden hat, von einem obskuren Flugplatz aus zu starten. Lufthansas Privatjet-Service ist es hingegen gelungen, den Prozess zu vereinfachen. Ihre wendige Flotte von Cessnas, die mit Schweizer Piloten und angenehmem deutschen Kabinenpersonal bestückt sind, wird Sie über ganz Europa und zum Mittelmeer katapultieren. Das Beste daran: Das alles kann als Teil eines regulären Tickets gebucht werden.

Für eine stressfreie Reise nehmen Sie den Zug.

Das Bahnfahren in Italien verbessert sich zunehmend. Mailands Hauptbahnhof hat eine dringend benötigte Generalüberholung bekommen, Modernisierungsarbeiten an den Gleisen und Waggons haben dazu geführt, dass man in vier Stunden in Neapel ist, und im kommenden Jahr ist sogar ein Wettbewerber in Form eines neuen Hochgeschwindigkeit-Angebots im Anmarsch.

Wenn Sie unsicher sind, fahren Sie nach Süditalien.

Ich schreibe diese Kolumne von einem Platz hoch über dem Mittelmeer, an dem die Sonne scheint, der Kaffee perfekt ist und eine glänzende rote Morgan in der Bucht herumtänzelt und darauf wartet, mich nach Capri zu bringen. Wenn Sie nach zuverlässig entspannenden zehn Tagen Urlaub suchen, ist Italien ein guter Ausgangspunkt.

Wenn Süditalien ausgebucht ist, fahren Sie nach Griechenland.

Eine Kollegin, die kürzlich von einem zweitägigen Trip nach Mykonos zurückgekehrt ist, sagt, das Hotel Belvedere sei "genau wie das Portixol in Palma, nur etwas schicker und luxuriöser, mit einem sagenhaften DJ". Da das ideal klingt - und ich vertraue ihrem Urteil voll und ganz - versuche ich eine Möglichkeit zu finden, um den Ort irgendwann Anfang September zu besuchen, wenn die Massen abgereist sind.

Sandalen oder Espadrilles?

Beim Thema "Sommerliche Fußbekleidung" denkt man nicht unbedingt als erstes an Wien. Der örtliche Schuhmacher Ludwig Reiter hat jedoch ein perfektes Paar Espadrilles aus Wildleder mit einer dünnen Gummisohle im Angebot, die sowohl am Pool als auch abends beim Ausgehen gut aussehen.

Elegante oder klobige Sonnenbrillen?

Ich bin kein großer Freund von Sonnenbrillen, aber meine Mutter hat mir gesagt, dass es nicht gut für mich sei, beim Lesen in der Sonne immer die Augen zusammenzukneifen. Deshalb habe ich nachgegeben und mir ein Paar in mattem Gold verschreiben lassen, leicht pilotenbrillenartig mit einem extrem leichten Gestell der dänischen Marke Lindberg.

Weit fallend oder genau zugeschnitten?

Sich übermäßig auf die Abteilung mit typischer Kleidung des jeweiligen Landes in Ihrem Hotelresort zu stürzen, hat seine Tücken. Werden all diese Sarongs, die Sie in Bali gekauft haben, sich auch noch für Südschweden eignen? Wenn Sie Stoffe mit Bedacht auswählen (oder sich für Sonderanfertigungen entscheiden), können einige Kittel aus Beirut und dem in Paris ansässigen Händler Liwan aber auch in der Stadt oder an Deck in Istanbul oder Amagansett etwas hermachen.

Lange oder kurze Hosen?

In Badehosen - so lange sie von Orlebar Brown oder Aspesi sind - machen Sie eine gute Figur, vor allem, wenn Sie sich in diesem Sommer für die Madras-Serie des Letzteren entscheiden.

Muss man alles ertragen?

Nicht, wenn Sneaker oder Loafer eine Rolle dabei spielen. Die japanische Marke Tabio produziert Strumpfware für alle Arten von Schuhwerk für die Sommerzeit - inklusive super kurzen Socken, die Ihre Füße frisch halten und nie über dem Schuhrand hervorlugen.

Autor:
Tyler Brûlé