Apps Die besten Apps für Ihre Reise

Vorsicht vor Kostenfallen
Ob Ihnen ein Urlaub in der Karibik, in den Bergen oder in einer angesagten Metropole vorschwebt - wer mobile Reise-Applikationen (Apps) für das Smartphone verwenden will, sollte sich schon vor Reiseantritt ein paar Strategien überlegen, wie sie genutzt werden. Denn wer erst am Reiseziel Dienste lädt und nutzt, für den kann es schnell teuer werden. Viele Apps basieren auf Internet-Zugriffen – und die sind im Ausland oft aufgrund hoher Roaming-Gebühren kostspielig. Informieren Sie sich daher vor Reisebeginn bei Ihrem Anbieter nach kostengünstigen Datenpaketen am jeweiligen Reiseziel. Eine andere Option: Deaktivieren Sie das Auslands-Daten-Roaming und greifen Sie so oft wie möglich auf WLAN-Hotspots am Urlaubsort zurück, etwa in Cafés, Hotels oder Restaurants. Ein weiterer Tipp: Nutzen Sie möglichst Apps, die auch offline Informationen wie etwa Stadtpläne oder Reiseführer anzeigen. Diese kann man sich ganz bequem vor der Reise zuhause auf das Smartphone laden.

1. Wi-Fi im Ausland 
Für alle, die Roaming-Gebühren im Ausland umgehen wollen: Mit der kostenlosen App "Wi-Fi-Finder" lassen sich Orte zum kostenlosen Surfen finden.

iTunes
Travel App Box
2. Das Schweizer Taschenmesser der Reise-Apps
Wann genau startet mein Flieger nach Nepal, und an welchem Gate geht es noch einmal los? Wie viel Trinkgeld gibt man in den USA und wie viele Schwedische Kronen erhält man für 10 Euro? Eine Antwort darauf gibt die "Travel App Box" (fürs iPhone ab OS 4.0). Eine Art Schweizer Taschenmesser der Reise-Apps: Für 2,39 Euro erhält man 15 nützliche Tools. Dabei sind - bis auf das Abfragen des Flugstatus - alle Funktionen auch offline nutzbar. Mit im Paket sind Ländervorwahlen, Notrufnummern für Polizei, Feuerwehr und Notarzt in 146 Ländern, Anleitungen zu Reisespielen für Kinder, ein Bilder- und Phrasenwörterbuch, ein Kleidergrößen-Umrechner und Karten für öffentliche Verkehrsmittel. Hilfreich auch ein Phrasenwörterbuch mit wichtigem Urlaubsvokabular. Allerdings sollten sich Reisende mit exotischeren Zielen lieber Profi-Wörterbücher suchen, denn bei der "Travel App Box" gibt es nur einen begrenzten Umfang an Redewendungen in englischer, französischer, spanischer und italienischer Sprache.

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Fit for Travel
3. Gesund auf Reisen
Wussten Sie, dass die Zahl der Masernerkrankungen in der Ukraine in den letzten Wochen zugenommen hat oder dass in Bolivien derzeit ein erhöhtes regionales Tollwutrisiko besteht? Die kostenlose und vielleicht etwas zu farbenfröhliche App "Fit for Travel" versorgt den Reisenden mit tagesaktuellen medizinischen Informationen zu über 300 Ländern. Der Onkel Doktor für den Urlaub hält auch andere hilfreiche Tipps bereit, etwa, welche Medikamente in die Reiseapotheke gehören und welchen Impfschutz man für welches Land benötigt.

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DB App
4. Reiseplanung: Buchen und Bündeln
Über Apps lässt sich mittlerweile die komplette Urlaubsplanung abwickeln. Lufthansa, Air Berlin und andere Fluggesellschaften genauso wie Portale wie Swoodoo bieten eigene Apps an, mit denen man Flüge buchen, online einchecken und sogar die Bordkarte auf dem Smartphone abspeichern kann. Ist man mit dem Zug unterwegs, kann man mit dem DB Navigator der Deutschen Bahn (gratis) Fahrpläne, Kartenmaterial und Bahnhofspläne im Handy speichern und Fahrkarten buchen. Mit Hotel-Apps der Internet-Anbieter HRS oder eBooking lassen sich Unterkünfte bestellen. Nur: Wie behält man jetzt noch den Überblick? Dafür gibt es ebenfalls schlaue Apps, die alle Informationen zu einem individuellen Reiseplan bündeln, wie das englischsprachige "WorldMate" und die ebenfalls kostenlose App "Triplt – Travel Organizer".

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Pack the Bag
5. Gepäcklisten: Ich packe meinen Koffer...
... und vergesse das Wichtigste .. Kennen Sie das auch? Irgendwas fehlt bei Ankunft immer, sei es die Sonnencreme, das Ladekabel oder - Katastrophe - der Internationale Führerschein. Die kostenlose deutschsprachige App "Pack the bag" (iPhone) schafft Abhilfe und ersetzt handgeschriebene Gepäcklisten. Aus insgesamt 650 Gepäckstücken - von der Reiseapotheke bis zum Ersatzschlauch fürs Fahrrad – kann man seine persönliche Liste zusammenstellen und beim Packen digital abhaken. Für Android gibt es die englische App "Packing List".

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World Customs and Cultures
6. Andere Länder, andere Sitten
Wie wickele ich den Kimono in Japan, wird man in Indonesien eingesperrt, wenn man Kaugummipapier auf den Asphalt wirft, wie sagen sich Frauen in Botswana Hallo. Die Gratis-App "World Customs & Cultures"erklärt auf Englisch und mit leider etwas vielen Werbebannern Benimmregeln in aller Welt. Ein praktisches Tool – gerade für Vielreisende. Über Deutschland erfährt der kulturinteressierte Tourist etwa, dass in Meetings statt zu applaudieren manchmal sanft mit den Fingergelenken auf den Tisch geklopft wird. Für 2,39 Euro kann man sich auch landesübliche Redewendungen für insgesamt 16 Sprachen dazu kaufen.

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Merian scout
7. Tipps für Hotels, Restaurants und Sehenswürdigkeiten
Statt klassischer Reiseführer gibt es Apps mit jeder Menge Multimedia-Tools. Die App "MERIAN scout", zwischen 0,79 und 2,99 Euro je Reiseziel und auch offline nutzbar, spuckt nach einer kurzen GPS-Ortung bis zu 2000 redaktionell bewertete Sehenswürdigkeiten, Hotels, Einkaufmöglichkeiten und Restaurants auf der integrierten Google Maps Karte aus. Als kostenlose Alternative kann man sich die kostenlosen Apps von Online-Portalen wie Tripadvisor und Qype aufs Smartphone laden. Tipps von Einheimischen gibt die App "SpottedbyLocals". Für 2,99 Euro je Destination gibt es Insider-Ratschläge zu Kultur, Nachtleben und besonderen Sehenswürdigkeiten. Im Angebot: 41 europäische Städte wie Lissabon, Athen oder Paris. Eine andere App, allerdings nur online nutzbar, ist "Wikihood". Die App lokalisiert per GPS den aktuellen Standort und zeigt verkürzte Wikipedia-Informationen zu allen Sehenswürdigkeiten in der Nähe.

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iTranslate
8. Mobiler Dolmetscher für unterwegs
Manchmal reichen auf einer Reise Basis-Sprachkenntnisse und die beste Mimik einfach nicht aus. Abhilfe schaffen Sprachführer-Apps. Für ausgeklügelte Wörterbücher, die auch als Offline-Version funktionieren, greift man etwas tiefer ins Portemonnaie. Auf Applikationen von z.B. Pons und Langenscheidt (talk & travel) ist in der Regel Verlass. Die Sprachführer kosten bei beiden Anbietern 9,99 Euro je Wörterbuch, sind geordnet nach Kategorien und enthalten Audiodateien, mit deren Hilfe man seine Aussprache verfeinern kann. Wen Roaming-Gebühren nicht stören, kann auch auf andere Apps zugreifen, etwa die LEO-Wörterbuch-App und den Universal-Übersetzer "iTranslate".

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Forever Map
9. Kartenmaterial für die Reiseplanung
Jeder, der schon einmal im Ausland Google Maps aufgerufen hat, kennt das Problem der hohen Roaming-Gebühren. Besser sind Offline-Karten, wie das freie Kartenmaterial des Community-Projekts "OpenStreetMap" (OSM). Eine empfehlenswerte App unter ihnen ist "ForeverMap" für 1,59 Euro mit interaktiven Städte- und Länderkarten von allen europäischen Ländern, inklusive Routenberechnung und gekürzten Wikipedia-Infos. Ohne ein Navigations-Programm kommt man trotzdem nicht aus, um wirklich ans Ziel zu gelangen. Eine Alternative ist mit 7200 Karten in 175 Ländern "CityMaps2Go - Lite" für 0,79 Euro; aktueller ist die Vollversion für 1,59 Euro. Ein Nachteil der App: Kartenmaterial zu kleineren Städten fehlt. Nutzer von Smartphones auf Android Basis haben beim Kartenmaterial einen Vorsprung gegenüber iPhone-Besitzern: Dank Google Maps 5.7 gibt es für Android die Möglichkeit, Karten auch offline nutzen zu können.

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Urlaubsgruß
10. Eine persönliche Postkarte aus dem Urlaub
Mit "Urlaubsgruß" (gratis) kann man seine eigenen Aufnahmen aus aller Welt als Postkarten an die Daheimgebliebenen verschicken, zu einem Preis von 1,69 Euro je Postkarte. Schon in der Regel zwei Tage später liegt das Foto als Postkarte im Briefkasten, kurioserweise für die Empfänger mit deutscher Briefmarke. Eine schöne Idee, nie wieder Ärger auf der Suche nach ausländischen Postämtern oder kitschigen Urlaubspostkarten. Kleines Minus: Die gesendeten Bilder lassen sich nicht speichern und die Bankdaten müssen immer wieder erneut eingegeben werden.

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Autor:
Bettina Hensel