Hessen Tipps zum Wandern fern der Welt

DAS WERRATAL
"Nichts von dem Getriebe des Alltags kommt in diese Abgeschiedenheit. Die Gedanken eilen hin und her. Der tiefe Frieden der Landschaft umfängt den Menschen und lässt in seiner Seele Saiten erklingen, die sonst von dem Hasten der Welt übertönt werden." So heißt es in "Burgen und Schlösser im Werratal" Mehr muss man nicht sagen.

HOTEL HOHENHAUS
Ein Landhotel für Naturliebhaber und Ruhesuchende. Das einstige Rittergut aus dem16. Jahrhundert zwischen Bad Hersfeld und Eisenach ist umgeben von 1680 Hektar hauseigenen Wäldern und Wiesen, die man mit der Hotel-Kutsche erkunden kann. Die Küche des wurde mit einem Michelin- Stern ausgezeichnet.

WANDERTIPP
Vom Hotel aus geht es durch das ruhige Tal nach Nesselröden. Hier und im nächsten Ort Wommen säumen sehenswerte Schlösser den Weg, der weiter nach Herleshausen führt und von dort zurück nach Hohenhaus (ca. 23 km).

Grandiose Naturlandschaft: Der Taunus

DER TAUNUS
Erst seit 200 Jahren heißt er wieder so, wie ihn einst Tacitus nannte. Zwischendurch war er unter dem eher phantasielosen Namen "die Höhe" bekannt. Doch eines hat sich nie geändert: Der Taunus mit den Eschbacher Klippen und dem Großen Feldberg ist eine grandiose Naturlandschaft - und von Frankfurt leicht mit der S-Bahn zu erreichen.

SCHLOSSHOTEL KRONBERG
Nach dem Tod ihres Mannes, Kaiser Friedrichs III., bezog Kaiserin Victoria 1894 in Kronberg ihren Witwensitz. Da die Dame gebürtige Britin war, wird noch heute im Schlosshotel zum afternoon tea gebeten. Auch sonst ist hier alles höchst adelig: Das gehört heute dem Landgrafen und den Prinzen von Hessen.

WANDERTIPP
Der Victoriapark in Kronberg ist Startpunkt für eine rund 15km lange Wanderung durch Wiesen, Wälder und Weiler. Auf der Route liegen der Quellenpark Kronthal und die Ruine Falkenstein. Für Anspruchsvolle geht es von hier auch zum Altkönig hinauf (Anstieg ca. 500 Meter), auf dem Rückweg passiert man das wilde Billtal.

Welt aus alter Zeit: Der Kellerwald

DER KELLERWALD
Mit dem Edersee bildet er einen der jüngsten Nationalparks Deutschlands, seine Buchenwälder sind Teil des Unesco-Welterbes. Ein Segen: So wird das Gebiet schonend für den Tourismus geöffnet und eine urtümliche Landschaft erhalten.

HOTEL BÄRENMÜHLE
Dass Fuchs und Hase sich hier "Gute Nacht" sagen, schreibt die in ihrer Selbstdarstellung. Dazu haben die beiden allen Grund. Es ruht sich hier in tiefster Stille, bei offenem Fenster hört man nachts nur das Glucksen des Lengelbachs, keine Straße stört. Die Küche legt Wert auf Regionales, die Lebensmittel kommen vom Bauern oder Metzger um die Ecke.

WANDERTIPP
Der ist 156 km lang und führt direkt an der Bärenmühle vorbei. Der Rundwanderweg deckt viel Orte und Sehenswürdigkeiten im Nationalpark ab. Querverbindungen machen auch kürzere Routen möglich.

Fruchtbarer Korridor: Die Wetterau

DIE WETTERAU
Die Wetterau bildet eine Senke zwischen Taunus und Vogelsberg: ein fruchtbarer, heiterer Korridor. Im Norden liegt das Gottesackertal, in dem über Jahrhunderte Zisterzienser das Kloster Arnsburg betrieben - noch heute eine mächtige Anlage.

ALTE KLOSTERMÜHLE
In dem Gebäude ist ein uriges Restaurant untergebracht, in dem Wildgerichte aus heimischer Jagd serviert werden. Vor allem findet man hier ein mit geschmackvoll eingerichteten Räumen. Man lebt mitten auf dem weitläufigen Klostergelände und muss sich nicht im Geringsten klösterlich benehmen.

WANDERTIPP
Jede Wanderung sollte mit einem Rundgang ums Kloster beginnen - entlang der hohen Mauer, mit Einblicken in den tiefer gelegenen Klosterwald. Von der Klostermühle geht ein sechs Kilometer langer Weg ab ins Städtchen Lich durch Laubwald und Auen. Beliebt ist auch die Tour zur rund zehn Kilometer entfernten Burg Münzenberg.

Legendenumwoben: Der Odenwald

DER ODENWALD
Legendenumwoben und in Oden besungen ist der dunkle Wald, seit Hagen hier Siegfried mit einem Speer meuchelte. Ein wenig düster wirkt auch das "Felsenmeer", eine große Gesteinsformation im Lautertal. Aber keine Sorge: Der Odenwald ist eine friedliche Region und hat vom nahen Rhein auch viel Heiteres mitbekommen.

GASTHOF GEIERSMÜHLE
Die alte Mühle direkt am Wald wurde in den siebziger Jahren zum Gasthaus umgebaut. Der familiäre hat eine hochklassige Küche und sieben ruhige Zimmer.

WANDERTIPP
Der "Odenwald-Schmetterling" - das sind vier Wandertouren auf insgesamt 510 Kilometern, die sich durch den ganzen ziehen. Für eine Tagestour empfiehlt sich der Weg von der Geiersmühle talaufwärts zum Weiler Bremhof. Zurück geht es auf der anderen Talseite. Wer talabwärts wandert, folgt dem Ohrnbach ins nahe Bayern.

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