Budapest Sightseeing auf der Donau

Der Amphibienbus Riverride ist die neuste touristische Attraktion Budapests: Sightseeing mit Kirmes-Feeling sozusagen. "Das ist einmalig in Europa", behauptet Gergo Galla, der Junior-Chef des Familienunternehmens Riverride Tours. Zwei Jahre lang haben er und sein Vater auf die notwendigen Genehmigungen warten müssen, ihr Fahrzeug vom TÜV Rheinland und dem englischen Lloyd's-Konzern auf Sicherheit testen lassen. Seit dem 18. September 2009 nun können die Gallas ihr Amphibienfahrzeug ganz legal zu Wasser lassen.

Über eine 17 Meter lange Rampe rollt der 15.000 Kilo schwere Bus in die Donau und gleitet mit einer Geschwindigkeit von acht Knoten durch den Fluss. Das auf Malta entwickelte Fahrzeug, genaue Bezeichnung: AmphiCoach GTS-1, ist am Rumpf von einer sechs Millimeter dicken Aluminium-Hülle umgeben, ähnlich einem Boot. Entsprechend muss auch der Fahrer zu seinem Personenbeförderungsschein zusätzlich ein Kapitänspatent besitzen.

Die außergewöhnliche Stadtrundfahrt in dem mit DVD-Spielern und Bildschirmen ausgestatteten Gefährt dauert zwei Stunden. Sie beginnt am Roosevelt-Platz, führt vorbei an den schönsten Ecken des Stadtteils Pest, und schippert schließlich gegenüber der Margareteninsel, an der Dráva utca, einmal zur Kettenbrücke hin und wieder zurück.

Ganz günstig ist der Spaß nicht: Erwachsene zahlen umgerechnet etwa 27 Euro, Kinder zwischen sechs und vierzehn Jahren vergleichsweise stattliche 20 Euro. Entgehen lassen sollten man sich die Attraktion trotzdem nicht: Budapest ohne eine ist in etwa so wie ein Besuch des Hansa Parks ohne Super Splash-Ticket.

Schlagworte:
Autor:
Sara Hellmers