Urlaub mit Baby Fünf Gründe, warum Reisen mit Baby so einfach sind

Für viele Paare, die zum ersten Mal Eltern werden, ändert sich mit Einzug des Wunders Mensch nicht nur die Zimmeraufteilung - auch die schönste Zeit des Jahres bekommt einen komplett neuen Anstrich. Es gibt ab jetzt ein "Davor" und ein "Danach". Früher war es der spontane Wochenendtrip nach Barcelona mit kleinem Handgepäck (wer will schon ewig am Gepäckband warten?), heute taucht man bereits Wochen vor Abflug beziehungsweise Abreise in einen Frage-Kosmos ein: Nimmt man den Autokindersitz mit oder bucht man einen zusammen mit dem Mietwagen vor Ort (und fragt sich zwei Wochen lang, ob der Sitz wohl sicher ist). Fährt man besser nachts oder tags? Moskitonetz einpacken, ja oder nein?

Auch das Reisen an sich bringt eine neue Taktung. Zeitpuffer heißt die neue Urlaubs-Vokabel, etwa beim Taxi auf dem Weg zum Flughafen, damit die gefühlten 324 Gepäckteile von Wickeltasche bis Schnuffelteddy entspannt im Wagen verteilt werden können. Und Geduld die zweite. Beispielsweise am Gepäckband, wenn man noch an der Sperrgepäck-Ausgabe auf den Kinderwagen wartet, während alle anderen Mitreisenden schon im Taxi auf dem Weg zum Hotel sitzen.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt die Babyzeit oft die beste Reisezeit - aus diesen fünf Gründen:

1. Das Kind wird noch gestillt? Fantastisch! Dann bleibt Platz im Koffer für Kleidung und Bücher. Im Handgepäck kann man auf das Konglomerat an Flaschen, abgekochtem Wasser und Milchpulver verzichten. Sollte das Baby sogar noch voll gestillt werden, wäre die Verpflegungsfrage komplett gelöst.

2. Bis auf Kleidung braucht man nicht viel mitzunehmen. Windeln kann man fast überall kaufen. Spielzeuge brauchen die Kleinen noch nicht, Dinge des Alltags wie leere und volle Wasserflaschen, Zeitungen und Tupperboxen sind eh viel spannender.

3. Der Urlaub ist günstig. Bis zum zweiten Geburtstag fliegt Ihr Nachwuchs kostenlos mit, danach zahlt das Kind bis auf einige Euro Ermäßigung fast genau so viel wie ein Erwachsener. Und: Es kostet auch vor Ort nichts. Hotels stellen meist kostenlos ein Babybett, und am Buffet dürfen sich Kinder unter zwei Jahren in aller Regel umsonst bedienen.

4. Es gibt keine Widerrede. Während größere Kinder durchaus in der Lage sind, einen gesamten Urlaubstag mit durchgehend schlechter Laune (Wie, kein Strandtag?) und konsequenter Lauf- und Mundfaulheit zu einem Spießrutenlauf namens Ausflug zu machen, sind die Kleinen glücklich, dass die Eltern so herrlich entspannt sind und machen (fast) jedes Programm mit (Tipp: Museumsbesuche & Stadtrundgänge immer den längsten Schlafphasen im Kinderwagen/Buggy anpassen).

5. Niedlichkeitsbonus: Die meisten Miturlauber finden Babys süß - selbst wenn sie nicht immer die ruhigsten Reisenden sind. Diesen Bonus sollte man nicht unterschätzen. Denn: Ja, es kann passieren, dass Ihr Kind alle anderen Passagiere und Hotelgäste vom Entspannen abhält. Aber: Sobald es jemanden anlächelt oder vor sich hin brabbelt, weicht der Ärger der anderen Reisenden zumindest etwas auf. Ab drei Jahren hat das Kind den Bonus in aller Regel nicht mehr - dann sehen Mitreisende nicht nur genervt aus, sondern sind es.

Autor

Bianca Schilling