Australien Die Tierwelt auf dem fünften Kontinent

Das Känguru zählt zu den typischen Vertretern der australischen Tierwelt. Ihre Art, sich fortzubewegen, ist sehr effizient: Durch das federnde Hüpfen legen Kängurus bequem große Entfernungen zurück, ohne viel Energieaufwand und Futterbedarf. Kängurus sind Pflanzenfresser.

Kegelschnecken sind verführerisch schön, aber gefährlich wegen der Stiche. Nicht aufheben oder in eine Tasche stecken. Die meisten Arten leben allerdings nicht im Flachwasser. So müssen sich meist nur Taucher vorsehen und die Hände schön am Körper lassen.

Die Blauringkrake beißt nur, wenn sie angefasst wird. Der Biss schmerzt nicht, kann aber innerhalb weniger Minuten tödlich sein. Normalerweise ist die Krake braun-gelb gefärbt, ihre blau leuchtenden Ringe sind ein Warnzeichen und treten nur hervor, wenn sich das Tier bedroht fühlt.

Die Portugiesische Galeere säumt oft zu Hunderten die Küsten. Der Kontakt mit der Qualle ist schmerzhaft, mitunter tödlich. Durch das Gift zieht sich die Muskalatur zusammen, was zu Atemstillstand oder Herzversagen führen kann. Eine große Gefahr ist auch, einen allergischen Schock zu bekommen.

Die Sydney-Trichternetzspinne gilt als gefährlichste Spinne der Welt - es gibt aber Gegengift. Sie kommt in und um Sydney vor. Ihre Netze legt sie an feuchten, kühlen Stellen an - das kann auch in Häusern oder Vorgärten der Fall sein.

Haie sind in den Gewässern rund um Australien keine Seltenheit. Arten wie der Weiße Hai, Hammerhai oder Tigerhai sind hier beheimatet. In Australien ereigneten sich seit 1788 insgesamt 700 Haiattacken, 194 Menschen kamen dabei ums Leben. So schrecklich jedes einzelne Schicksal ist: Bei den Tausenden von Menschen, die hier täglich im Meer baden und tauchen gehen, ist das Risiko, von einem Hai angefallen zu werden, gering. Die berüchtigten Gruselbilder in Film und Fernsehen werden häufig durch gezielte Provokation mit blutigen Ködern erst möglich. Denn der Mensch gehört nicht zum Futterspektrum von Haien - ihre bevorzugte Beute sind Robben und Seehunde. Einen Menschen attakieren Haie nur, wenn er beispielsweise in ihr Territorium eindringt oder Blut im Wasser ist, wie etwa durch harpunierte Fische. "Gezielte" Angriffe auf Taucher oder Surfer beruhen eher auf einer fatalen Verwechslung: Wer bäuchlings auf einem Surfbrett paddelt, ähnelt aus Sicht der Haie einer Robbe - und diese gehört eben zum Beuteschema.

Der Koala kommt nur in Australien vor. Koalas sind Baumbewohner und überwiegend nachtaktiv. Tagsüber ruhen sie. Um Energie zu sparen, schlafen Koalas bis zu 20 Stunden. Auf dem Boden halten sie sich äußerst ungern auf - meist verlassen sie einen Baum nur, um auf den nächsten zu wechseln. Sie können sich aussschließlich in Lebensräumen verbreiten, die bestimmte Bedingungen erfüllen - allen voran muss die Nahrungsgrundlage gesichert sein. Koalas ernähren sich fast ausschließlich von Blättern und der Rinde ganz bestimmter Eukalyptusarten.

Die Seewespe gilt als giftigstes Meerestier. Nach Berührung mit den Tentakeln der Qualle sterben in Australien alljährlich etwa 20 Menschen. Das Gift der Seewespe wirkt hauptsächlich auf die Nerven. Es führt zu Lähmungen der Muskulatur und der Atmung. Um sich vor den Tieren zu schützen, werden down under zu bestimmten Jahreszeiten Badebereiche im Ozean eingezäunt. Eine andere Möglichkeit des Schutzes ist, mit einem nesselsicheren Tauchanzug ins Wasser zu gehen.

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Der Dingo
Der Dingo ist eigentlich ein Haushund, der aber schon vor Jahrtausenden verwilderte. Heute leben die Tiere völlig unabhängig vom Menschen. Dingos sind sowohl in den Bergwäldern in Ostaustralien als auch im heißen Outback in Zentralaustralien und den tropischen Feuchtgebieten Nordaustraliens zu finden. Vom Festland isoliert gibt es auf Fraser Island noch etwa zehn Rudel nahezu reinrassiger Dingos. Trotz aller Warnungen werden sie immer wieder gefüttert, das aber ist gefährlich. Denn Dingos sind Wildtiere, zu denen man unbedingt Distanz halten muss.

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Kookaburra
Der Kookaburra, auch "Lachender Hans" genannt, ist ein Vogel aus der Familie der Eisvögel. Sein Markenzeichen ist die markante Stimme, die an ein lautes Gelächter erinnert. Es dient der Revierverteidigung. Kookaburras sind vor allem in den ländlichen Regionen anzutreffen.

In Australien kommen sowohl Salzwasser- als auch Süßwasserkrokodile vor. Salzwasserkrokodile zählen zu den größten Reptilien der Welt. Sie können bis zu sechs Meter lang werden und gelten als agressiv. Deshalb sollten Warnschilder zum Beispiel an Stränden ernst genommen werden, denn nur, weil man sie nicht sieht, heißt es nicht, dass sie nicht da sind. Krokodile sind extrem gut getarnt und können über Stunden hinweg regungslos an einer Stelle verharren. Salzwasserkrokodile kommen nicht nur im Meer vor, sondern auch in Flussmündungen. Süßwasserkrokodile gelten hingegen als ruhige und zurückgezogene Tiere. Gewöhnlich greifen sie den Menschen nicht an. Allerdings sollte man sie nicht in die Enge treiben.

Down Under sind sechs der zehn giftigsten Schlangen der Welt beheimatet, darunter auch der Taipan. Für gewöhnlich sind Sichtungen von Schlangen eher selten, denn die Tiere sind scheu und durch Vibrationen am Boden - verursacht zum Beispiel durch Schritte - flüchten sie. Normalerweise attackieren Schlangen den Menschen nicht, dennoch sollte man sie nicht in die Enge treiben. Dann fühlen sie sich bedroht und es kann zu einem Biss kommen. Daher sollte man, insbesondere beim Wandern, genau auf den Weg achten. 

Der Emu ist eine flugunfähige Vogelart, die fast überall in Australien vorkommt. Die Tiere können bis zu 1,90 Meter groß werden. Der australische Laufvogel kann zwar nicht fliegen, erreicht aber mit seinen starken, dreizehigen Füßen auf dem Boden Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h.