Sri Lanka Insider Tipps für den Inselstaat

Elefanten in Sri Lanka

Klar, nur am Strand zu liegen, das geht auf Sri Lanka natürlich auch sehr gut, im Süden zwischen Bentota und Galle schon immer, seit dauerhaft Frieden eingekehrt ist nach über 30 Jahren des Bürgerkriegs aber auch im Osten, bei Trincomalee und Nilaveli: weite, einsame Strände mit tiefem, sehr gelben Sand und dem herrlichen warmen Wasser des Indischen Ozeans. Arugam Bay gilt gar als einer der besten Surfspots in Asien. Eine Ayurvedakur? Auch das wär eine Option, so wie es Altkanzler Kohl in schöner Regelmäßigkeit auf Sri Lanka tat: wenig essen, gar nicht so viel bezahlen für täglich wohltuende Behandlungen, etwas Gewicht verlieren. Unsere Freunde aus Wien waren jedenfalls hellauf begeistert von der Lotus-Villa in Ahungalla (www.lotus-villa.com).

 

Ayurveda nutzt die Heilkraft der Kräuter und Pflanzen
Darshana Borges
Ayurveda nutzt die Heilkraft der Kräuter und Pflanzen

Am sinnvollsten ist es jedoch, das eine mit dem anderen und noch mehr zu kombinieren: Und zwar auf einer Rundreise mit eigenem Fahrer über diese herrlich abwechslungsreiche Insel, die nicht größer ist als das Bundesland Bayern (Nein, selbst ein Auto zu steuern ist inmitten des turbulenten Linksverkehrs auf den Straßen keine gute Idee). Shamal Manikavasagar von Ceylon Legacy Tours (www.ceylonlegacytours.com) wartet bereits in der Ankunftshalle des Internationalen Flughafens Bandaranaike. Seit 2012 müssen Besucher aus Europa ein elektronisches Visum beantragen. Shamal fährt umsichtig und sicher – zuerst führt uns der Weg 100 Kilometer ins Landesinnere nach Kandy, die alte Königsstadt. Mit einem Zwischenstopp im Elefantenwaisenhaus bei Pinnawala, wo man gut 50 Dickhäutern beim Bad in einem Fluss beobachten darf.

 

Königstadt Kandy
Philip Koschel
Königstadt Kandy

In Kandy lohnt es sich, Buddhas heiligste Reliquie, einen seiner Eckzähne, den eine indische Nonne im vierten Jahrhundert aus Indien nach Sri Lanka geschmuggelt haben soll, anzuschauen. Er lagert im prächtigen, streng bewachten „Zahntempel“, der täglich das Ziel Hunderter Pilgerer ist. Lohnenswert ist speziell der Besuch der abendlichen Zeremonie um 18.30 Uhr. Für die Übernachtung bietet sich das altehrwürdige Kolonialhotel Suisse (www.hotelsuisse.lk) an, das zugleich ein hervorragendes Buffet mit leckersten Curries offeriert. Von Kandy ist es nur eine halbe Tagesfahrt Richtung Osten bis zur Ankunft in Sigiriya, um den schweißtreibenden Aufstieg auf den imposanten Felsen, auf dem eine Festung aus dem fünften Jahrhundert  thront, zu beginnen. Die Aussicht von dort oben ist grandios, wer schwindelfrei ist, sollte beim Abstieg auf die steil in einen Fels wieder hoch führende Wendeltreppe achten - am oberen Ende befindet sich eine Grotte mit den auf den Fels gemalten "Wolkenmädchen". Gut 80 Kilometer weiter befindet sich das UNESCO-Weltkulturerbe Anuradhapura, wo nacheinander 119 Herrscher lebten und eine imposante Ruinenstadt stehen geblieben ist. Sehenswert: die großen weißen Stupas, in denen früher die buddhisten Mönche lebten, und der angebliche älteste Baum der Welt, ein Bodhi-Baum, der an seinen weit verzweigten Enden abgestützt wird. Als zentral gelegene Unterkunft zwischen Sigiriya, Anuradhapura und den anderen Plätzen mit buddhistischen Heiligtümern bietet sich das Hotel Chaaya Village in Habarana (www.chayahotels.com) an. Von dort geht es in Shamals klimatisiertem Van zurück in die Hauptstadt Colombo. Das 1864 erbaute Galle Face Hotel (www.gallefacehotel.com) diente schon als James-Bond-Kulisse, der Magarita als  Sundowner ist Weltklasse. Beim Buchen bitte auf ein Zimmer im neuen Flügel bestehen. Wer dann noch an den Strand will – einfach runter in den Süden fahren lassen, aber: Vorsicht: Massentourismus.  Am angenehmsten noch: die alte Kolonialstadt Galle. Abschließend noch ein letzter Vorteil: Sri Lanka ist ein Ganzjahres-Reiseziel! Mehr im MERIAN Sri Lanka, 1/2013

 

Autor

Hansjörg Falz