Israel

Wissenswertes über Israel

Natur und Klima:

Israel ist ein größtenteils bergiges oder hügeliges Land, das überwiegend aus Kalkstein- und Kreideschichten aufgebaut ist. Der Norden gliedert sich von Westen nach Osten in Küstenebene, Bergland und Jordangraben. Den Süden beherrscht die Negev-Wüste. Lediglich rund fünf Prozent der Staatsfläche bestehen aus Wald, ein Großteil davon sind junge Aufforstungen. Nur im Karmelgebirge stehen Reste natürlichen Laubwaldes.

Küstenebene und Bergland:

Die sandige Küste verläuft größtenteils geradlinig und schwingt nur bei Haifa in einer Bucht ins Landesinnere hinein. Hinter einem Dünenstreifen beginnt die flachwellige Küstenebene, die Hauptsiedlungszone, durchbrochen nur bei Haifa vom Horst des Karmelgebirges. Die Küstenebene ist im Süden bis zu 40 Kilometer breit, nach Norden wird sie immer schmaler. Das Gebiet neigt zur Versumpfung und wurde erst durch Entwässerung in Agrarland umgewandelt.

Das sich östlich anschließende, etwa 600 bis 1000 Meter hohe Bergland bildet von Norden nach Süden die drei Landschaften Galiläa, Samaria und Judäa (die beiden letzteren im Westjordanland). Bruchlinien gliedern das Gebirge in Horste und Einbruchsbecken. Den größten Bruchgraben bildet die fruchtbare Ebene von Jesreel zwischen Galiläa und Samaria, die die Küste mit dem Jordantal verbindet. Im Westen ist dem Bergland ein niedriges Hügelland vorgelagert, nach Osten fällt das Gebirge in steilen Bruchstufen zum Jordangraben ab. Bis zur Trockenlegung des Küstensaumes war das Bergland der landwirtschaftliche Kernraum der Region. Ursprünglich von Wäldern bedeckt, wächst heute nur eine Macchie-Vegetation.

Jordangraben:

Der Jordangraben, der größtenteils die Grenze zu Jordanien bildet, ist die nördliche Verlängerung des großen afrikanischen Grabensystems und bis heute tektonisch aktiv. Er gliedert sich von Norden nach Süden in das intensiv genutzte Huletal, südlich des Sees Genezareth in das Jordantal und schließlich in das Wadi Arava, das vom Toten Meer bis zum Golf von Aqaba reicht. Der See Genezareth ist das Hauptwasserreservoir des Landes, da das Wasser des Toten Meeres aufgrund seines extrem hohen Salzgehaltes nicht genutzt werden kann.

Negev:

Der Negev im wüstenhaften Süden bedeckt über die Hälfte der Staatsfläche. Er besteht in seinem Zentrum aus einem stark erodierten, von Trockentälern durchzogenen Faltengebirge. Im Süden liegen mehrere große tektonische Kraterlandschaften wie der Makhtesh Ramon. Den Norden und den Westen bilden lößbedeckte Ebenen. Sie werden von mehreren großen Wadis (Trockenflüssen) durchbrochen, die sich nach Regenfällen in reißende Ströme verwandeln können. Ganz im Süden grenzt das Land in einem schmalen Landstück an den Golf von Aqaba des Roten Meers.

Klima - subtropisch bis wüstenhaft:

Israel liegt im Übergangsbereich vom Mittelmeer- zum Wüstenklima. Niederschläge fallen fast ausschließlich im Winter und nehmen von Norden nach Süden ab. Die Sommer der Küstenebene sind feuchtheiß (26 Grad), die Winter mild und regenreich. Im Bergland sind die Temperaturen bei ähnlichen Niederschlagswerten etwas niedriger. In der Negev-Wüste wechseln sich heiße, trockene Sommer mit milden Wintern ab. Während die jährlichen Niederschläge im Norden rund 800 mm betragen, fallen in Elat an der Südspitze des Landes nur noch 37 mm Regen. Trockene Winde (Chamsin) können besonders im Frühjahr und Herbst die Temperaturen bis auf 45 Grad ansteigen lassen.

 

Bevölkerung

Den größten Teil der Bevölkerung stellen die Juden, etwa 15 Prozent sind Muslime, der Rest Christen und Drusen. Die ersten jüdischen Immigranten kamen Ende des 19. Jahrhunderts aus Mittel- und Osteuropa (Aschkenasim). Die nächste Einwanderungswelle brachte vor allem Juden aus den islamischen Ländern Nordafrikas und des Vorderen Orients (Sephardim) ins Land. Ab Ende der fünfziger Jahre folgten viele Osteuropäer. Seitdem ist der Einwanderungsstrom nicht abgerissen, besonders stark war er von 1990 bis 1995 mit Jahr für Jahr mehr als 100.000 Juden, die vor allem aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion kamen. Aufgrund der starken Immigration lag das durchschnittliche Bevölkerungswachstum von 1990 bis 2003 bei 2,8 Prozent.

 

Drei Viertel der Israelis leben in der Küstenebene. Das Bergland hat nur in den Tälern und Becken eine dichtere Besiedlung, der Negev ist nahezu unbewohnt. Trotz weitreichender Maßnahmen zur ländlichen Erschließung wohnt der Großteil der Bevölkerung in Städten, allein ein Viertel im Großraum Tel Aviv. Staatlich gefördert wurde nach dem Sieg im Sechstagekrieg 1967 die Anlage jüdischer Siedlungen im besetzten und von Palästinensern bewohnten Westjordanland, um Jerusalem und im Gaza-Streifen; letzterer wurde 2005 von Israel geräumt.

Bildung:

Alle Fünfjährigen besuchen den einjährigen Pflichtkindergarten. Schulpflicht besteht vom 6. bis zum 16. Lebensjahr; bis zum 18. Lebensjahr ist der Schulbesuch kostenfrei. Die Grundschule deckt die erste bis sechste Klasse ab, ihr folgen die Intermediate School (siebtes bis neuntes Schuljahr) und die Secondary School (zehntes bis zwölftes Schuljahr). Außer den staatlichen säkularen Schulen gibt es staatliche religiöse, staatliche arabische und private Schulen von unterschiedlicher religiöser und internationaler Ausrichtung.

Die Mehrheit der Schulen (circa 70 Prozent) ist jedoch nicht religiös ausgerichtet. In der Oberstufe haben die Schüler die Auswahl zwischen einem humanistischen, technischen, landwirtschaftlichen und militärischen Schwerpunkt. Die palästinensischen Autonomiegebiete haben ein eigenes Bildungswesen. Von den acht Universitäten ist das Technion in Haifa die älteste (1924); seit 2003 gibt es eine erste christlich-arabische Universität in Ibellin (Galiläa).

 

Staat und Politik

Israel ist eine parlamentarische Republik, die keine geschriebene Verfassung besitzt.

 

Gesetzgebendes Organ ist das Einkammerparlament, die Knesset mit 120 Abgeordneten, die für eine Legislaturperiode von vier Jahren gewählt werden. Die Knesset wählt den Staatspräsidenten auf fünf Jahre. Er hat überwiegend repräsentative Aufgaben. An der Spitze der Regierung, die dem Parlament verantwortlich ist, steht der Ministerpräsident.

Die Parteienlandschaft ist zersplittert; es gibt säkulare und religiöse Parteien von unterschiedlicher weltanschaulicher Ausrichtung. Wichtige Parteien sind die konservative Kadima, der konservative Likud, die sozialdemokratische Israelische Arbeiterpartei, die Rentnerpartei Gil, die rechtsnationale Partei Israel Beitenu (Unser Haus Israel), die religiöse Schas-Partei, die Nationalreligiöse Partei und die Vereinigte Thora-Partei.

Höchste gerichtliche Instanz ist der Oberste Gerichtshof, der auch oberstes Verwaltungsgericht ist.

 

Wirtschaft und Verkehr

Israel zählt zu den hoch entwickelten Industriestaaten mit Schwerpunkt im Dienstleistungssektor (unter anderem Handel, Finanzwirtschaft, Tourismus, öffentlicher Dienst). Gestärkt wird die Wirtschaft durch ausländische Wirtschaftshilfen, insbesondere aus den USA, und staatliche Förderung. Risiken bergen die Inflation, eine relativ hohe Arbeitslosenquote und die negative Handelsbilanz.

 

Intensive Landwirtschaft:

Obwohl nur ein Viertel der Staatsfläche bewirtschaftet wird, deckt die Landwirtschaft drei Viertel des nationalen Nahrungsmittelbedarfs. Ermöglicht wird dies durch künstliche Bewässerung auf zwei Dritteln der Agrarfläche. Der größte Teil des Wassers stammt aus dem See Genezareth und wird unter hohem technischem Aufwand über weite Strecken auf die Felder geleitet. An der Küste werden Zitrusfrüchte, bei Haifa auch Bananen, im Hinterland Baumwolle, Zuckerrüben, Gemüse, Tabak und Getreide angebaut. Auf dem Bergrücken des Karmelgebirges wird Weinbau betrieben.

Im galiläischen Bergland ernten israelische Araber Oliven, Weizen, Obst und Tabak. Auch den nördlichen Negev hat die künstliche Bewässerung in ein ertragreiches Anbaugebiet verwandelt. Die Viehzucht hat sich auf Geflügelhaltung und Milchwirtschaft spezialisiert. Bedeutend ist auch die Fischzucht in künstlichen Teichen. Der Großteil der Agrarfläche liegt in staatlicher Hand oder wird in den genossenschaftlich organisierten Siedlungen der Kibbuzim beziehungsweise den Gemeinschaftsdörfern der Moschavim bewirtschaftet.

Bergbau und Industrie:

Das Land verfügt nur über wenige Rohstoffe, die meisten werden importiert. Das Tote Meer liefert Mineralsalze und Pottasche, im Negev wird Phosphat abgebaut. Energierohstoffe müssen importiert werden.

In den vergangenen Jahrzehnten ist dank systematischer öffentlicher Förderung eine vielseitige Industrielandschaft, vor allem im Großraum Tel Aviv-Jaffa und Haifa, entstanden. Wichtige Branchen sind die chemische und Metall verarbeitende Industrie, die Baustoff-, Elektro- und Elektronikindustrie sowie die Diamantenschleiferei. Jüngere Branchen sind die Luftfahrtindustrie, die Kommunikationstechnik und die Herstellung von optischen und medizinischen Geräten. Über ein Fünftel der Industrieproduktion wird exportiert.

Dichtes Verkehrsnetz:

Israel hat ein dichtes Straßennetz, der Eisenbahn kommt nur geringe Bedeutung zu. Über ständig weiter ausgebaute Verkehrswege sind die jüdischen Siedlungen im Westjordanland mit Israel verbunden; ihre Benutzung ist Palästinensern teilweise nicht erlaubt. Der Außenhandel wird vor allem über die Seehäfen Haifa und Elat abgewickelt.

 

Geschichte

Die Vorgeschichte:

 

Mit der Entstehung des Zionismus Ende des 19. Jahrhunderts begann eine organisierte Einwanderung von überwiegend osteuropäischen Juden nach Palästina. Im Ersten Weltkrieg gab die britische Regierung mit der Balfour-Deklaration das Versprechen, dort eine jüdische "Nationale Heimstätte" zu errichten. Nach dem Krieg wurde Palästina britisches Völkerbundsmandat. Seit den zwanziger Jahren kam es zu Konflikten zwischen der jüdischen und der arabischen Bevölkerung, die 1936 bis 1939 in einem arabischen Aufstand eskalierten, der zu einer rigorosen Einschränkung der jüdischen Einwanderung durch die Briten führte. 1947 beschloss die Uno-Vollversammlung die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat.

Der Staat Israel und die Nahost-Kriege:

Der Staat Israel wurde 1948 von David Ben-Gurion proklamiert. Die Araber erkannten den Teilungsbeschluss aber nicht an, und die Armeen Ägyptens, Transjordaniens, Syriens, Libanons und Iraks fielen in Israel ein. Der erste arabisch-israelische Krieg endete 1949 mit einem Waffenstillstand. Die arabische Bevölkerung floh aus Israel, etwa 600.000 bis 800.000 Palästinenser wurden von den arabischen Aufnahmeländern nicht eingegliedert, sondern in Lagern aufgefangen.

Dem Waffenstillstand von 1949 folgte kein Frieden. Auf Terrorakte, die Sperrung des Suezkanals und des Golfs von Aqaba reagierte Israel am 29. Oktober 1956 mit dem Einmarsch nach Sinai und Gaza. Unter dem Druck der USA und der UdSSR mussten diese Gebiete 1957 wieder geräumt werden. Im Sechstagekrieg 1967 besetzte Israel die ganze Sinaihalbinsel, den Gaza-Streifen, das Westjordanland einschließlich Ostjerusalems und die syrischen Golanhöhen. 1973 führte ein koordinierter ägyptisch-syrischer Angriff (Jom-Kippur-Krieg) zu arabischen Anfangserfolgen, die Israel rasch ausgleichen konnte. Durch US-amerikanische Vermittlung schlossen Israel und Ägypten 1974 und 1975 zwei Abkommen, die zu einem Teilrückzug Israels auf der Sinaihalbinsel führten.

Die USA vermittelten auch ein syrisch-israelisches Abkommen über eine Truppenentflechtung an der Golanfront. Als erster arabischer Staat erkannte Ägypten das Existenzrecht Israels 1979 an und schloss mit ihm auf Basis des Camp-David-Abkommens am 26. März 1979 einen Friedensvertrag, woraufhin Israel die Sinaihalbinsel räumte.

1982 bis 1985 unternahm Israel einen militärischen Vorstoß nach Libanon, um von dort ausgehenden PLO-Angriffen zu begegnen. Ein israelisch-libanesisches Abkommen musste Libanon 1984 unter syrischem Druck annullieren. 1985 zog Israel seine Truppen aus Libanon ab, behielt aber eine "Sicherheitszone" im Süden des Landes.

In den Jahrzehnten nach der Staatsgründung wanderten mehr als zwei Millionen Juden ein, hauptsächlich aus Osteuropa, Nordafrika und dem Nahen Osten. Ihre soziale und wirtschaftliche Eingliederung war eine große Herausforderung. In der Innenpolitik hatte bis 1977 die sozialdemokratische Mapai beziehungsweise Arbeiterpartei bestimmenden Einfluss und stellte alle Regierungschefs. 1977 bis 1984 regierte der national-konservative Likud-Block. Neuwahlen 1984 brachten eine Große Koalition hervor, in der sich Shimon Peres (Arbeiterpartei) und Izhak Schamir (Likud) im Amt des Ministerpräsidenten abwechselten. Die anhaltende Unzufriedenheit der in den besetzten Gebieten lebenden Palästinenser führte 1987 zum offenen Aufstand gegen die israelische Besatzungsmacht, der ersten Intifada.

Friedensbemühungen seit den neunziger Jahren:

Eine Linksregierung unter Izhak Rabin nahm Geheimverhandlungen mit der PLO auf, die am 13. September 1993 zu einem Abkommen über den Abzug der israelischen Truppen aus dem Gaza-Streifen und Jericho und die Herstellung einer begrenzten palästinensischen Selbstverwaltung in diesen Gebieten führte. 1994 schloss als zweiter arabischer Staat Jordanien mit Israel Frieden. 1995 fiel Rabin einem Attentat zum Opfer. Shimon Peres übernahm das Amt des Regierungschefs. 1996 wurde ein palästinensischer Autonomierat gewählt.

Nach dem Amtsantritt der konservativen Regierung von Benjamin Netanjahu (1996) kam es zu einem Stillstand des Friedensprozesses. Dieser wurde 1998 unter US-amerikanischem Einfluss (Abkommen von Wye) wieder aufgenommen. Die neue Links-Regierung von Ehud Barak billigte 1999 ein Wye-Folgeabkommen.

Ein Besuch des Oppositionsführers Ariel Scharon auf dem Tempelberg in Jerusalem 2000 löste eine neue Intifada in den palästinensischen Autonomiegebieten aus. Nachdem Scharon 2001 an der Spitze eines Kabinetts der nationalen Einheit das Amt des Regierungschefs übernommen hatte, eskalierten die Auseinandersetzungen. Selbstmordattentate palästinensischer Extremisten verschärften die Situation weiter. Die israelische Armee rückte in die Autonomiegebiete vor und griff dort Ziele der palästinensischen Selbstverwaltungsbehörde an. Außerdem ließ die Regierung einen stark befestigten Sicherheitszaun zum Westjordanland bauen.

Nach vorgezogenen Neuwahlen 2003 blieb Scharon Ministerpräsident mit einer Koalition aus Likud und kleineren Parteien. Der von Scharon 2004 angekündigte Rückzug aus dem Gaza-Streifen führte zu einer Regierungskrise. 2005 bildete der Ministerpräsident deshalb ein neues Kabinett mit der Arbeiterpartei und einer kleineren religiösen Gruppierung. Der von heftigen öffentlichen Auseinandersetzungen begleitete Abzug aus dem Gaza-Streifen wurde im Sommer 2005 vollzogen. Im November 2005 zerbrach die Regierungskoalition.

Durch eine schwere Erkrankung konnte Scharon die Amtsgeschäfte seit Januar 2006 nicht mehr ausüben. Neuer Regierungschef wurde Ehud Olmert. Unter seiner Führung gewann die noch von Scharon gegründete Kadima-Partei die Parlamentswahlen im selben Jahr. Olmert blieb Regierungschef an der Spitze einer Mehrparteienkoalition. Nach Entführungen israelischer Soldaten ging die israelische Armee militärisch gegen Libanon vor und marschierte auch wieder in den Gaza-Streifen ein.

Der Libanon-Krieg endete nach 34 Tagen mit einem Waffenstillstand auf Basis einer Uno-Resolution am 14. August 2006. Die Armee und die Regierung Olmert sahen sich in der israelischen Öffentlichkeit nach dem Krieg harter Kritik ausgesetzt, da die angestrebte Entwaffnung der Hisbollah im Libanon nicht realisiert werden konnte. 2007 wählte die Knesset Peres zum Staatspräsidenten.

Ein Anfang 2008 vorgelegter Kommissionsbericht dokumentierte schwere Fehler der politischen und militärischen Verantwortlichen in Bezug auf den Libanon-Krieg. Palästinensische Raketenangriffe auf israelische Ziele führten 2007/08 zur Blockade des Gaza-Streifens und zu israelischen Militäroperationen im Westjordanland und im Gaza-Streifen. Gleichzeitig bemühte sich die Regierung Olmert in Verhandlungen mit dem palästinensischen Präsidenten Abbas um eine Neubelebung des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses. Nach Ermittlungen wegen Korruption und illegaler Parteispenden erklärte Olmert 2008 seinen Rücktritt als Parteivorsitzender und Regierungschef. Zipi Livni, die amtierende Außenministerin und Nachfolgerin Olmerts im Parteivorsitz, scheiterte mit der Bildung einer neuen Regierung. Im Dezember 2008 griff die israelische Armee die Hamas im Gaza-Streifen an.

Der Konflikt dauerte bis Januar 2009, mehr als tausend Menschen starben. Bei den Wahlen zur Knesset im Februar 2009 konnte sich die Kadima-Partei mit nur einem Sitz Vorsprung gegenüber dem Likud als stärkste parlamentarische Kraft behaupten. Nach langwierigen Koalitionsverhandlungen bildete Benjamin Netanjahu (Likud) eine Regierung mit der Arbeiterpartei, Israel Beitenu und kleineren religiösen Parteien.

 


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