Bahrain

Wissenswertes über Bahrain

Natur und Klima:

Das aus 33 meist unbewohnten Inseln bestehende Königreich liegt in einer Bucht des Persischen Golfs vor der Küste Saudi-Arabiens. Die Hauptinsel Bahrain wird von einem niedrigen Kalkplateau eingenommen; im Süden und Südwesten erstrecken sich Sanddünen und Salzsümpfe. Das subtropische Klima mit hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit, aber geringen Niederschlägen lässt nur eine karge Wüstenvegetation gedeihen. Lediglich im Norden befinden sich dank artesischer Brunnen und Meerwasserentsalzungsanlagen Dattelpalmenhaine sowie Obst- und Gemüsegärten.

Bevölkerung:

Die Einwohnerzahl hat sich in den vergangenen 25 Jahren mehr als verdoppelt, nicht zuletzt wegen der großen Zahl eingewanderter Arbeitskräfte. Die überwiegend städtische Bevölkerung lebt vor allem im Norden der Hauptinsel sowie auf der Nachbarinsel Muharraq.

Staat und Politik:

Nach der Verfassung von 1973, die 2002 reformiert wurde, ist Bahrain eine konstitutionelle Monarchie. Das Staatsoberhaupt, der König, ernennt den Regierungschef, die Minister sowie die 40 Mitglieder des beratenden Konsultativrates. Die zweite Kammer der Legislative, das Abgeordnetenhaus, hat 40 Mitglieder, die für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt werden.

Wirtschaft:

Bahrain war 1932 das erste Land am Persischen Golf, in dem Erdöl entdeckt wurde. Da die Reserven aber voraussichtlich bereits 2015 erschöpft sein werden, versucht das Königreich mit einem Industrialisierungsprogramm und dem Aufbau eines modernen Dienstleistungssektors die verebbenden Einnahmen aus der Ölförderung auszugleichen. Schon heute besitzt es die größte Aluminiumindustrie der Region und ist ein bedeutendes Finanz- und Handelszentrum. Von wachsender Bedeutung ist der Tourismus; durch einen vergleichsweise liberalen Lebensstil werden vor allem Reisende aus dem benachbarten arabischen Ausland angezogen.

Geschichte:

Bahrain war bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. besiedelt und im Altertum unter dem Namen Dilmun wichtiger Umschlagplatz für den Handel der Sumerer. Im 7. Jahrhundert n. Chr. eroberten Araber die Inseln. Damit setzte die Islamisierung ein. Um 1520 besetzten die Portugiesen die Inselgruppe, 1602 die Perser. 1783 übernahm die bis heute herrschende Familie der sunnitischen al-Khalifa die Macht in Bahrain. Im 19. Jahrhundert machten die Briten es zum Protektorat.

Nach der Unabhängigkeitserklärung 1971 wurde Bahrain Mitglied der Arabischen Liga. 1975 löste der Emir das Parlament auf und suspendierte die Verfassung. Auf Grund wachsenden innenpolitischen Drucks seitens der schiitischen Bevölkerungsmehrheit stimmte Hamad Bin Isa al-Khalifa, seit 1999 Herrscher über Bahrain, einem Reformprogramm zu. Durch die Verfassungsrevision 2002 wurde der Emir zum König des Landes.

 


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