Aus aller Welt Kuriose Speisen

Kopi Luwak

Indonesien: Kopi Luwak

Diese Bohne ist unter Feinschmeckern begehrt - die Geschichte dahinter allerdings ist nichts für zartbesaitete Gemüter. Die exquisite Bohne muss erst durch Magen und Darm der Schleichkatzenart Fleckenmusang wandern. Die ausgeschiedenen Kaffeebohnen werden anschließend gereinigt und geröstet.

Schweden: Surströmming

Surströmming
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Surströmming
Diese schwedische Kreation ist kurz gesagt gegorener Ostseehering. Er wird im Frühling gefangen und rund acht Wochen in Salzlake zum Gären gelegt. In Dosen verpackt reift er dann noch rund einen Monat weiter und ab August beginnt die Surströmming-Saison. Gegessen wird der Traditionsfisch oft mit dünnem Brot. Aber Vorsicht: Der Genuss ist nichts für empfindliche Nasen.

Italien: Maden-Käse

Maden-Käse
Shardan
Maden-Käse
Der sardische Käse Casu Marzu hat ein Eigenleben. Im wahrsten Sinne des Wortes. In ihm krabbeln jede Menge Maden, die dem Käse eine cremige Konsistenz geben. Offiziell ist diese Käsespezialität verboten, dennoch findet man sie in einigen privaten Käsereien. Die kleinen Krabbler werden im übrigen meist mitgegesssen.

Mexiko: Chapulines

Chapulines
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Chapulines
Im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca werden Chapulines aus riesigen Jutesäcken verkauft, schön mit Knoblauch, Salz und Limettensaft gewürzt und als Snack auf die Hand. Die Rede ist von gerösteten Heuschrecken, die man in Mexiko wie Chips knabbert. Wer noch mehr Auswahl an eiweißhaltigen Knabbereien sucht, sollte sich in asiatischen Ländern wie Kambodscha umschauen. Hier wird nahezu die gesamte Insektenfamilie als geröstete Knusperei angeboten, etwa Kakerlaken und Käfer.

Japan: Kugelfisch Fugu

Kugelfisch Fugu
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Kugelfisch Fugu
Beim Verzehr von Kugelfisch bleibt ein wenig Nervenkitzel, denn obwohl speziell ausgebildete Fugu-Köche die giftigen Teile des Kugelfischs abtrennen, weiß man dennoch nie genau, ob sich im verzehrbaren Muskelfleisch nicht doch noch ein Rest des Nervengifts Tetrodotoxin befindet. Der Fisch gilt in Japan als Delikatesse, eine teure dazu.

Schottland: Haggis - gefüllter Schafsmagen

Haggis - gefüllter Schafsmagen
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Haggis
Vegetarier bitte nicht weiterlesen. In Schottland gehört zur "Resteverwertung" nach einer Schafs-Schlachtung auch der Magen. Dieser wird mit Zwiebeln und Hafermehl gefüllt, kräftig gewürzt und nennt sich Haggis. Diese gewöhnungsbedürftige Spezialität lässt sich auch problemlos für die Lieben daheim mitbringen: Es gibt Haggis auch als eingeschweißte Variante zum Mitnehmen.

China: Tausendjährige Eier

Tausendjähriges Ei
Kowloneese aus der englischsprachigen Wikipedia oder CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons
Geschältes und halbiertes Tausendjähriges Ei
Ganz so lange wie es der Name verspricht, brauchen die Tausendjährigen Eier aus China nicht, bis man sie essen kann. Rund drei Monate werden rohe Enteneier in einen Gewürz- und Sägespänenbrei eingelegt. Sie fermentieren in dieser Zeit, das Eiweiß wird zu einer grünlich schimmernden Masse, und das Eigelb verwandelt sich in ein Tiefgrün. Gegessen werden die Eier meist mit Sojasauce.

Deutschland: Würchwitzer Milbenkäse

Diese Käsespezialität stammt aus Würchwitz, einem Stadtteil von Zeitz in Sachsen-Anhalt. Längliche Stangen Frischkäse werden dazu kräftig gewürzt und dann mehrere Monate in eine Kiste mit Käsemilben gelegt. Damit die kleinen Wesen nicht zu viel vom Käse aufessen, wird gelegentlich Roggenmehl zugefüttert. Sobald er aufs Brot kommt, werden die Krabbler in aller Regel einfach mitgegessen.
Mehr Infos: www.milbenkaese.de

Autor

Bianca Schilling