Baumhaus-Hotels weltweit Schlafen zwischen Baumkronen

Ein wenig Kindheitserinnerung und der Wunsch nach Abwechslung - beides schwingt mit, wenn man sich für eine Nacht im Baumhaus entscheidet. Statt Großstadtbrummen erwartet die Gäste in aller Regel ein nächtlicher Soundtrack vom Rauschen der Blätter, dem Knarzen der meist jahrzehntealten Bäume und dem Fiepen oder Rufen des einen oder anderen Baumwipfelbewohners. Je nach geografischer Lage heimischer Singvogel - oder gar Urwaldaffe. 

Mittlerweile findet man in vielen Ländern Baumhaushotels. Allein in Deutschland zählt man mittlerweile rund neun Anbieter, die Schlafplätze in luftiger Höhe anbieten. Aber auch jenseits der Bundesgrenze ist dieses Abenteuer möglich - von luxuriös mit Dinnerservice bis bodenständig mit Elementar-Ausstattung ohne Strom und Wasser.

Sensationell sind ohne Frage die spektakulären Konstruktionen in Nordschweden (www.treehotel.se). Die fünf unterschiedlichen Häuser sind wahre Design-Objekte, darunter ein verspiegeltes Häuschen oder "The birds nest", ein überdimensionales Gewirr aus Geäst, in dem sich ein schlichtes und durchdachtes Domizil verbirgt. Ur-romantisch geht es in Südafrika in der Luxus-Variante, im "Chalkley Treehouse", zu. Das Open-Air-Schlafgemach gehört zum Fünf-Sterne-Hotel "Lion Sands". Gäste werden erst mit einem exquisiten Dinner verwöhnt, bis sie die Nacht unter freiem Himmel in trauter Zweisamkeit weit weg von der Zivilisation genießen dürfen.  

Es geht aber auch weitaus unprätentiöser. In der Türkei beispielsweise suchen vorwiegend Backpacker Unterschlupf in den einfach eingerichteten Bungalows in luftiger Höhe. Weder Toilette noch Waschmöglichkeit ist bei kadirstreehouses.com zu finden, dafür ein uriges Baumhaus-Dörfchen.

Neben den professionellen Anbietern finden sich aber auch jede Menge Privatpersonen, die ihren Kindheitstraum erfüllt haben und ein Haus in den Bäumen ihr Eigen nennen - und vermieten. Zum Beispiel in Indien kann man in einigen dieser Häuser ein paar Nächte probeschlafen. 

Wer sich an ein nächtliches Experiment zwischen Baumblättern erstmal langsam heranwagen möchte, wählt die Variante Baumwipfelpfad, zum Beispiel im bayrischen Wald. Hier lässt sich tasgüber zumindest das Gefühl von Baumkronenatmosphäre erahnen. 

Autor:
Bianca Schilling