Kreuzfahrtschiff An Bord der "Oasis of the Seas"

Zuletzt brach die "Freedom of the Seas" viele Rekorde, jetzt hat die "Oasis of the Seas" ihrer Vorgängerin den Rang abgelaufen - immer wieder schickt die US-Reederei Royal Caribbean Cruise Superlativschiffe über die Ozeane, die immer neue Dimensionen der Kreuzfahrt erschließen. Dabei sei das laut Richard Fain gar nicht so gemeint: "Unsere Absicht war nicht, die größten Schiffe der Welt zu bauen", behauptet der Vorstandsvorsitzende der US-Reederei, "unser Ziel ist es, unseren Gästen mehr Annehmlichkeiten und mehr Wahlmöglichkeiten zu bieten."

Die Pläne der Reederei gerieten so ehrgeizig, dass ihr und der finnischen STX-Werft, vormals Aker-Werft, nichts anderes übrigblieb, als 2006 das "Genesis"-Projekt aufzulegen. Am 5. Dezember ist es als "Oasis of the Seas" zu seiner Jungfernfahrt aufgebrochen und sticht seine Konkurrenten in Kosten, Breite, Länge und Größe aus. Auch die Zahl der Passagiere bei voller Auslastung erreicht mit 6296 einen Superlativ.

Merian.de macht sich auf der 225.282 BRZ großen "Oasis" auf die Suche nach weiteren Rekorden:

Der romantischste Ort an Bord

Ja, es gibt ihn auch auf der "Oasis of the Seas", so einen Ort am Bug wie auf dem "Titanic"-Filmschiff, an dem Leonardo seine Kate im Gegenwind umklammert hält und sie ihrer neuen Zukunft in Amerika ins Auge sehen. Ja, es gibt ihn, und da hier die USA sind und dies ein Kreuzfahrtschiff und kein Transatlantikliner ist, ist er gleich zweimal vorhanden: auf Deck 14, links und rechts über der 63 Meter breiten, auskragenden Brücke. Ein umzäuntes Plätzchen mit rustikalem Holzfußboden, allerdings meist menschenleer. Der Zugang ist nur schwer zu finden, führt durch versteckte Türen und enge Gänge, und an Romantik denken Karibik-Kreuzfahrer bei einer steifen Brise wohl selten.

Der zweitbeste Leo-und-Kate-Ort auf der "Oasis" liegt nur wenige Meter höher - auf dem Solariumsdeck mit seinen künstlichen Palmen und kleinen Wasserbecken. Dort warten hinter einer hohen Glasfassade runde Korbsessel mit Stoffverdeck auf Romantiker. Während solche "Entspannungsinseln" auf anderen Kreuzfahrtschiffen, etwa auf der "Mein Schiff" von TUI Cruises, nur gegen Reservierung und Obolus gekapert werden können, gilt hier: Wer zuerst kommt, fläzt zuerst. Verdeckt vor neugierigen Blicken vom Rest des Decks 15 wird hier gelesen, gefaulenzt, gedöst, aber auch gefüßelt und geknutscht. Nur Möwen haben vollen Einblick in die Pärchen-Idylle - und die Besucher des besten Romantik-Ortes ein Deck tiefer.

Der nostalgischste Ort an Bord

Neben dem weißen Kaninchen mit den überlangen Ohren jagt ein getüpfelter Jaguar, vor ihm versucht ein fetter Frosch mit goldener Krone zu entkommen: 18 Tiere hetzen im Kreis, auf und ab steigen sie an ihren stählernen Haltestangen, auf ihnen klammern sich kreischende Kinder und breit grinsende Erwachsene fest. Das Holzkarussell auf dem Rummelplatz-Deck 6 dreht sich unentwegt zur Leierkasten-Musik. "Erst absteigen, wenn die Glocke ertönt", übertönt die Schaustellerin das Lachen ihrer Fahrgäste.

"Zuletzt sind wir in Kindertagen auf einem Karussell gewesen", erzählen ein 71-jähriger US-Amerikaner in Shorts und seine 65-jährige Frau und schlendern nach ihrer Fahrt zufrieden weiter. Aus ihrer Kinderzeit und direkt von der Vergnügungsmeile von Coney Island vor New York könnte auch das Fahrgeschäft stammen: In achtmonatiger Handarbeit von Carousel Works in Ohio gefertigt, ist es verziert mit Jahrmarktsszenen und rund 200 Glühbirnen und stellt das Herz des "Boardwalks" dar, des neun Deck hohen Innenhofs am Heck der "Oasis".

Dort bildet das nostalgische Gefährt mit seinem rot-weißen zirkuszeltähnlichen Dach einen eigentümlichen Kontrast zu den strengen Linien der schier endlosen Reihen an Balkonen, die über ihm schweben.

Der süßeste Ort an Bord

Para- oder Haselnüsse, Him- oder Erdbeeren, Schokolade oder Marshmallows? Dazu Vanille- oder After-Eight-Eis? Wenn Adrian Dancianu im Ice Cream Parlor auf dem Boardwalk die Spatel schwingt, dann entsteht eine Eiskreation, an der das Süßmaul vor der Theke ganz alleine die Verantwortung trägt. Der Eismann mischt die klebrige Masse auf einer eiskalten Platte, streicht sie gekonnt in einen Becher - und die Wünsch-dir-was-Kreation ist fertig zum Verzehr: sahnig, schokoladig und dekadent süß. Da könnte nur noch der Cupcake "Turtles" aus der Cupcake-Cupboard-Konditorei auf Deck 4 konkurrieren: ein Muffin, verziert mit Walnüssen und gefüllt mit Erdnuss- und Schokoladencreme, die die Zahnhälse aufjaulen lässt.

Gut, dass diese süßen Extras mit zwei bis drei Dollar bezahlt werden müssen, so geht dem Genuss dieser Kalorienbomben eine Bedenksekunde voraus. Idealerweise. All-inclusive gilt dagegen in den Hauptrestaurants, dem luftigen Buffetrestaurant "Windjammer Marketplace" auf Deck 16, dem dreistöckigen Speisesaal "Opus Dining Room" im Art-Déco-Stil und dem relaxten "Solarium"-Bistro. In den übrigen der 24 Restaurants, Cafés und Bistros der "Oasis of the Seas" kommt der "Seapass" zum Einsatz, die magische Türöffner-, Identifizierungs- und Bezahlkarte, mit der an Bord alles möglich ist. Exzesse sind erst auf dem Kreditkartenkonto sichtbar - und werden meist erst zu Hause bemerkt.

Für nur 30 Dollar pro Menü bekocht etwa die erst 23-jährige Keriann Van Raesfeld aus Kalifornien, Chefin des "150 Central Park" im begrünten Innenhof, ihre Gäste. Für zehn Dollar werden in "Giovanni's Table" italienische Spezialitäten aufgetischt, und japanische Kreuzfahrer und sonstige Sushi-Fans werden sich im "Izumi" an rohem Fisch vergnügen.

Der adrenalinreichste Ort an Bord

Am Heck der "Oasis of the Seas" öffnet sich eine tiefe Schlucht. Schwindelgefühle ergreifen schon jene, die von der sicheren Reling des Fun-Decks 15 aus einen Blick in die Tiefe wagen, auf den Boardwalk und das Aqua-Theater auf Deck 6. Ein scheinbar zartes Stahlseil führt über diese Lücke hinweg: die Seilbahn ZipLine. Ihre Startplattform ist wohl der Ort an Bord, an dem Rekordmengen an Adrenalin ins Blut der Wagemutigen ausgeschüttet werden.

"Nein, runter habe ich nicht geschaut", sagt ein 14-jähriges Mädchen, das gerade die 25-Meter-Fahrt hinter sich gebracht hat. Ihre Mutter, Mitte 40, schüttelt nur wenige Minuten später den Kopf, nein, auch sie sei froh, angekommen zu sein - ohne einen Blick in die Tiefe und ganz bestimmt zum letzten Mal in ihrem Leben.

Nur wenige Sekunden dauert die Rutschtour. Die Gäste - bis zu 125 Kilogramm Gewicht sind erlaubt - werden mit Helmen ausgestattet, in ein Klettergeschirr geschnallt und vorm Abstoßen und nach dem Andocken doppelt gesichert. Direkt nebenan, bei den beiden Surfsimulatoren "Flowrider", geht Vorbereiten und Scheitern dagegen umso schneller: Kaum lässt der Surflehrer in dem Wasserbecken seine Schüler los, zieht die heftig aufwärts strömende Welle den meisten schon das Brett unter den Füßen weg. Geruhsamer schubsen die Minigolfer ihre Bälle auf der Neun-Loch-Anlage "Oasis-Dünen" über das Parcours - nur gelegentlich irritiert durch das laute Kreischen der Zipliner hinter ihnen.

Der heißeste Ort an Bord

Null Sicht auf Deck 5. Heiße Dampfschwaden vernebeln den Blick, das Wasser läuft die schwitzenden Körper hinunter. Im Spa mit dem poetischen Namen "Vitality at Sea" ist die Dampfsauna in Betrieb. Ein kleiner Raum, nur durch eine Holztür von beheizten Ruhesesseln getrennt und in direkter Nachbarschaft zu Razul-Kämmerchen und Aroma-Sauna. Bei rund 6000 Passagieren an Bord wirken die fünf Liegen etwas knapp bemessen. Moderne deutsche oder norwegische Kreuzfahrtschiffe haben mit großen finnischen Saunen samt Panoramafenster Beeindruckenderes im Angebot. Doch auf der US-amerikanischen "Oasis of the Seas" ist mit Schwitzen kaum Geld zu machen.

Spezialisiert hat sich die Schönheitsfabrik am Bug hingegen auf Massagen (Heiße Steine für 195 Dollar, Thai für 175 Dollar), auf Cellulite-Reduzierungspackungen (159 Dollar), Make-up (50 Dollar) und Haarentfernung (halbes Bein für 49 Dollar). Aber auch medizinische Anwendungen versucht die Wellness-Crew an Frau und Mann zu bringen, Botox-Spritzen sollen Falten auf der Stirn (400 Dollar), Mund (350 Dollar) und Augen (300 Dollar) zum Verschwinden bringen. Und wenn sich dann in der Mimik nichts mehr tut, wird es Zeit für eine 50-minütige Gesichtsmaske mit 24-karätigem Gold für 325 Dollar.

Auch dem Kreuzfahrer-Nachwuchs steht der Wellness-Bereich offen: In extra Räumen werden Mutter und Tochter, aber auch Vater und Sohn Paradies- und Chill-out-Massagen angeboten.

Der kühlste Ort an Bord

Nur wenige Grad über Null herrschen in den sechs Leichenkühlzellen auf Deck 2 - kälter sind wohl nur die Tiefkühltruhen der Bordküchen. Hinter einer unauffälligen Schranktür versteckt sind die massigen Klappen der letzten Ruhestätte für verstorbene Passagiere oder Crewmitglieder auf der "Oasis of the Seas".

Hier in der Krankenstation herrscht eine nüchterne Atmosphäre: Hightech beherrscht das Bild in den drei Zweibettzimmern. Ein Labor, ein digitales Röntgengerät und Intensivmedizin stehen den vier Ärzten und sechs Krankenschwestern zur Verfügung. "Rund 60 Mal pro Woche konsultieren Crewmitglieder den medizinischen Dienst auf vergleichbaren Schiffen", erzählt einer der Ärzte. "Meist bei Rückenschmerzen, Allergien und Blutdruckproblemen."

Passagiere suchten 30 bis 140 Mal auf einer siebentägigen Kreuzfahrt Hilfe auf Deck 2 - das sei abhängig vom Altersschnitt der jeweiligen Tour. Zwar gebe es ein Helikopter-Landeplatz am Bug des Schiffes, sagt der Mediziner, doch der käme eigentlich nie für medizinische Notfälle zum Einsatz, die Intensivstation an Bord könne meistens schneller helfen. Für die weniger dramatischen Zipperlein tut es auch ein einmalig nostalgisches Gerät, fast schon ein Unikum an Bord des ultragestylten Schiffes: Eine Kellnerin schlendert zu dem Automaten im Wartezimmer. Sie wirft ein Fünfzig-Cent-Stück hinein, dreht an einem schwarzen Rad an der Seite - und ein kleines Tütchen mit dem Schmerzmittel Ibuprofen plumpst in die Ausgabeklappe.

Der coolste Ort an Bord

"Eine Fahrt mit der 'Rising Tide Bar' dauert genau die Länge eines Champagners", sagt Kevin Johnson, britischer Designer bei Atkins Global. Dreimal in der Stunde hebt und senkt sich der nach oben offene Lift mit Getränkeversorgung über drei Decks hinweg. Betreten können die Gäste die ellipsenförmige Bar in der Royal Promenade, der Einkaufsmeile im Bauch der "Oasis of the Seas". Die Türen öffnen sich wieder im Central Park, der Parkanlage auf Deck 8.

Fast unaufhörlich bewegt sich die Stehbar auf dem horizontal fahrenden Schiff in vertikaler Richtung und variiert damit in eleganter Weise, die wesentlich schneller flitzenden Lifte, die einen ständigen Strom an Passagieren über 15 Decks hinweg transportieren: von den Kabinen zum Theater, vom Speisesaal auf das Fun-Deck, vom Central Park in den Spa-Bereich.

Eine Glasglocke über der Konstruktion schützt die schwebenden Champagner-Genießer der "Rising Bar" und lässt zugleich Tageslicht in die Mall auf Deck 5. Dort erfreuen sich die zurückgelassenen Shopper an bunt angestrahlten Wasserfontänen, die unter der Liftbar loslegen, sobald sie abgehoben hat. Genau dieser Anblick empfängt die "Oasis of the Seas"-Passagiere, wenn sie zum ersten Mal das Kreuzfahrtschiff betreten. Ein "Wow"-Effekt, wie ihn Richard Faine, Chairman von Royal Caribbean, verheißen hat.

Der grünste Ort an Bord

Wenn sich die Glastüren mitten auf Deck 8 öffnen, dann umfängt den Schiffswanderer eine unerwartete Idylle, eine grüne Oase auf der sonst so weiß strahlenden "Oasis". Mitten im Rumpf klafft hier wie auch im Heck eine breite Lücke, dort Boardwalk genannt und als Rummelplatz gestaltet, hier Central Park getauft und mit 12.175 Pflanzen ausgefüllt. Olivenbäume, Bambushaine, Ananas- und Bananenpflanzen sind nur einige der Hunderte Arten in der ersten Parkanlage auf einem Schiff. In der Mitte ranken aus Boxen 734 Weingewächse die Wände hinunter. Gesäumt wird der Schiffsinnenhof von den Balkons der 334 "Innen"-Kabinen - denn die architektonische Öffnung des Rumpfes war zugleich ein geschickter Kniff, mehr Kabinen Tageslicht zu verschaffen, zugänglich sind sie nun allerdings auch den Blicken der Gegenüber.

Die tropischen Pflanzen vor ihren Balkontüren sind gut angepasst an salzhaltige Luft, dennoch wurden sie eineinhalb Jahre vor ihrem Umzug in Fort Lauderdale auf ihren schwimmenden Einsatz vorbereitet. Ein riesiger Kran hob die Bäume in einer wohl einzigartigen Aktion über die 63 Meter hohen Aufbauten. Über 2000 begrünte Aluminiumboxen sind in 46 Beete eingepasst, überschüssiges Gießwasser gelangt über unsichtbar angelegte Drainagen ins Abwassersystem des Schiffes. Gepflegt werden die Pflanzen-Passagiere von vier Gärtnern, ein bisher ungekannter Beruf an Bord eines Kreuzfahrtschiffes.

Ruhe herrscht im Central Park trotz Park-Ambiente selten. Wenn nicht Musik aus den sechs Restaurants und Cafés schallt, dann zieht am späten Abend auch schon mal ein Dudelsackspieler im Schottenrock seine Bahnen über die geschlungenen Pfade.

Der heiligste Ort an Bord

Dem Himmel näher kommen nur wenige auf der "Oasis of the Seas" als in der Pinnacle Chapel (übersetzt Dachkapelle). Eine Oase der Ruhe ist der Gebets- und Zeremonienraum auf Deck 17, steuerbords, in dem sich 50 Menschen auf sandfarbenen Polsterstühlen versammeln können. Über ihnen schwingen sich wellenförmige Stoff-Metallkonstruktionen, die das gleißende Karibiklicht filtern, raumhohe Fenster erlauben die weite Aussicht auf den Ozean. Nur gedämpftes Kinderlachen dringt von außen herein. Christen ebenso wie Muslime, Hindi oder Buddhisten sollen hier einen Ort für ihre Gebete finden, auf religiöse Symbole wurde daher vollkommen verzichtet.

Ihren großen Auftritt wird die Kapelle erleben, sobald das erste "Royal Romance Shipboard Duet" oder "Shipboard Harmony" auf der "Oasis of the Seas" gebucht ist: Die Hochzeitspakete der Reederei Royal Caribbean, die bisher nur in den USA angeboten werden und für Deutsche eher Papierkrieg bedeuten würden, schließen eine Trauung durch einen Notar im Hafen ein. In Nassau auf den Bahamas etwa bekommen Schiffshochzeiter für einen Preis ab 2595 Dollar neben einer Eskorte zur Kabine, der Zeremonie und einem Fotografen auch Tonbandmusik, ein Rosen-Orchideen-Bouquet, vier Schokoladenerdbeeren und eine Flasche Wein - Romantik pur.

Doch Kitsch und Rührungstränen müssen nicht sein: Brautleute, die eine der "Explorer Weddings" buchen, können sich auch auf dem Surfsimulator oder an der Kletterwand trauen lassen - wenn sie sich trauen.

Wo die "Oasis of the Seas" noch Schiff sein kann

Ferienresort auf See und schwimmende Kleinstadt wird die "Oasis of the Seas" tituliert, Surfsimulatoren, Plantschbecken, Casinos und Theaterbühnen haben auf dem Kreuzfahrtschiff die Herrschaft übernommen. Doch wo kann die "Oasis" noch Schiff statt Vergnügungspark sein? Wohl dort, wo ihr Boss den Kurs bestimmt: Auf der Brücke hat Kapitän William Wright sein Refugium, statt Design und Neonschilder dominieren Steuerpulte und Bildschirme. Hier auf Deck 12 - ein Deck 13 gibt es auf der "Meeresoase" nicht - schweift der Blick der Offiziere durch das Fernglas in die Ferne, hier steuern sie per Joystick die 225.000-BRZ-große und 360 Meter lange Gigantin über die Karibik und an den Kai. Ein leises Scheppern dröhnt durch den 63 Meter breiten Raum, in dem die Navigationsinstrumente in der Mitte seltsam verloren wirken.

Auf der Brücke ist auch die Sicherheitszentrale in einem extra Raumsegment lokalisiert. Impressionen von den rund 2000 Kameras an Bord laufen über die Bildschirme, auf Computerscreens leuchten Deckspläne in bunten Farben. "Während der Notfallübung können wir damit kontrollieren, ob sich alle Passagiere an den Evakuierungssammelpunkten eingefunden haben", erklärt eine Offizierin. Der eingescannte Bordpass gibt Aufschluss, wer den Hinweisen der allerorts positionierten Crewmitglieder gefolgt ist - und wer noch herumirrt.

18 neu entwickelte, doppelwandige Rettungsschiffe mit Platz für 372 Menschen und ausgestattet mit GPS, Toiletten und Dieselmotoren warten auf den unteren Decks. Im Notfall sollen sie innerhalb von zwölf Minuten bestiegen werden können - bei bis zu 8000 Menschen an Bord erscheint das wie ein neuer Rekord, der Ernstfall wurde bisher nicht geprobt.

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Autor:
Antje Blinda