Seychellen

Wissenswertes über die Seychellen

Natur und Klima:

Die Seychellen mit ihrer tropischen Vegetation, den vielen kleinen Inseln und Stränden sind ein beliebtes, wenn auch nicht ganz preiswertes Urlaubsziel. Die Seychellen bestehen aus einer Vielzahl von Korallen- und Granitinseln, die vor der Ostküste Afrikas über den Indischen Ozean verstreut liegen. Das Staatsgebiet besteht aus mehr als hundert Inseln, meist niedrigen Korallenatollen, die sich über eine Meeresfläche von rund 400.000 Quadratkilometern erstrecken. Die 32 Seychellen-Inseln im engeren Sinn sind bergige, teils von Riffen gesäumte Granitinseln. Das feuchttropische Klima ist gekennzeichnet durch ganzjährig hohe Temperaturen um 27 Grad Celsius.

Weite Teile der Inselwelt stehen unter Naturschutz. An der Küste finden sich Mangrovenwälder und von Kokospalmen gesäumte Strände. Eine Rarität ist die Meereskokosnuss. Zu den seltenen Tierarten zählt die Riesenschildkröte auf dem Aldabra-Atoll und der Seychellen-Vasapapagei auf Praslin.

Bevölkerung:

Die Inselbewohner sind überwiegend Kreolen, Nachkommen afrikanischer Sklaven und europäischer Siedler. 90 Prozent der Einwohner leben auf Mahé mit der Hauptstadt Victoria, der einzigen städtischen Siedlung des Archipels. Viele Atolle sind unbewohnt, in Privatbesitz oder nur mit einer Hotelanlage versehen.

Staat und Politik:

Gemäß der mehrfach geänderten Verfassung von 1993 sind die Seychellen eine präsidiale Republik im Commonwealth. Staats- und Regierungschef ist der mit umfassenden Vollmachten ausgestattete Präsident, der für eine Amtszeit von fünf Jahren direkt gewählt wird. Die Legislative liegt bei der Nationalversammlung mit 34 für fünf Jahre gewählten Abgeordneten. Regierungspartei ist die Seychelles People's Progressive Front (SPPF).

Wirtschaft:

Wichtigster Wirtschaftsfaktor und größte Devisenquelle ist der Tourismus, der sich auf den anspruchsvollen "sanften" Individualtourismus beschränkt. Die Landwirtschaft mit den traditionellen Ausfuhrprodukten Kopra und Zimt spielt nur noch eine untergeordnete Rolle. Die wichtigsten Exportgüter sind Fisch und Fischkonserven. Andere Nahrungsmittel sowie fast alle Industriegüter und Treibstoffe müssen eingeführt werden.

Geschichte:

Mitte des 18. Jahrhunderts begann die Besiedlung durch französische Kolonisten. 1814 wurden die Inseln Großbritannien zugesprochen und 1903 Kronkolonie. 1976 erhielten die Seychellen die Unabhängigkeit. Nach einem Putsch 1977 etablierte France Albert René mit SPPF ein Einparteiensystem mit sozialistischer Ausrichtung. Zu Beginn der neunziger Jahre leitete er eine politische und wirtschaftliche Liberalisierung ein. 1993 fanden erstmals freie Wahlen statt, bei denen René ebenso wie bei den nachfolgenden Wahlen im Amt bestätigt wurde. 2004 trat René zugunsten seines Stellvertreters James Michel zurück. Dieser wurde in den Wahlen 2006 von der Bevölkerung im Amt bestätigt.


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