Fotografie Der Fotowettbewerb "Earth & Sky"

Ende Oktober vergangenen Jahres, als der Wirbelsturm Sandy gerade über die amerikanische Ostküste fegte, fiel in Manhattan auf einmal der Strom aus. Über dem Times Square flackerten die Leuchtreklamen zwar noch im Sekundentakt, aber alles südlich der 39th Street lag im Dunkeln. Die Wolkenkratzer, die Wall Street, die Nachtklubs - alles finster. Gefährlich war das, aber auch skurril, der Big Apple ohne Saft. Nicht nur, weil man genau dieses Bild aus so vielen Weltuntergangs-Blockbustern kennt, sondern auch, weil das gelb-orangene Flimmern über den Großstädten der Welt normalerweise den Blick hinauf in den Sternenhimmel verhindert. 80 Prozent der Weltbevölkerung können von ihrem Wohnort die Milchstraße nicht mehr sehen. Aber an diesem Abend blieb es ausgerechnet in der Stadt, die niemals schläft, einfach dunkel. Vielleicht funkelte ja auch der ein oder andere Stern durch den Sturm.

Diesen Mai kürte die Not-for-Profit-Organisation "The World At Night" in dem Fotowettbewerb "Earth & Sky" die besten Sternenhimmel-Fotografien 2013. Bereits zum vierten Mal wurden die Preise in den zwei Kategorien "Beauty of the Night Sky" und "Against the Light" verliehen. Die besten Einsendungen aus 45 Ländern mussten dabei zwei Kriterien erfüllen. Sie durften nicht nur die leuchtenden Gestirne, sondern sollten vor allem die Schnittstelle zwischen Erden und Sternenhimmel ablichten. "Landschafts-Astro-Fotografie" nennt man diese Technik. Und sie sollten den zunehmenden Kampf gegen die Lichtverschmutzung dokumentieren. So wie das Siegerfoto "Unter der Haube" von Andreas Max Böckle: Über der Decke aus trüben Licht, die auf dem Bild über Salzburg hängt, strahlen die Sternenbilder Stier und Orion neben den Berggipfeln.

"Unter der Haube", die besten Aufnahmen aus 2013 und viele der Gewinner aus 2012 finden Sie hier in unserer Galerie. Noch nicht genug? Unsere Fotostrecken zum "Wildlife Photographer of the Year" und zum "Travel Photographer of the Year" zeigen die besten Natur- und Reisefotografien. Und wer selbst den Nachthimmel entdecken möchte, findet die besten Plätze zum Sternengucken in unserem Artikel.